Gesucht: die Kistenfabrik in Gablenberg

Mit einem eigenen LKW lieferte die Gablenberger Kistenfabrik ihre Ware aus; wohl 1930er-Jahre.   Sammlung Krämer

Mit einem eigenen LKW lieferte die Gablenberger Kistenfabrik ihre Ware aus; wohl 1930er-Jahre. Sammlung Krämer

Neuer Aufruf von MUSE-O

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung: „Made in S-Ost“ ist zwar abgebaut, aber es soll, wie schon mitgeteilt, im nächsten Jahr einen zweiten Teil geben. Nach Material hierfür forscht MUSE-O schon jetzt. Heute gesucht: die ehemalige Kistenfabrik in der Libanonstraße 87a.

Erst vor gut einem Dutzend Jahren verschwand das Gebäude eines Unternehmens, das früher durchaus einige Bedeutung hatte: die Kistenfabrik im unteren Gablenberg. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Spielplatz, der über den Durchgang zwischen den Häusern 89 und 91 zu erreichen ist.

Nach Augenschein müsste der Bau im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts errichtet worden sein, wahrscheinlich ausdrücklich als Fabrikgebäude. Ob fleißige Gablenberger hier schon damals Holz verarbeitet haben oder ob zunächst eine andere Branche in den Räumen ansässig war, ist derzeit nicht bekannt.

Das hier abgedruckte Foto entstand wohl in den 1930er-Jahren; „Adolf Schick Kistenfabrik“ ist an dem Fahrzeug zu lesen. Später war das Unternehmen als „Kisten-Mayer“ bekannt. Wem wann der Betrieb gehört hat, das wissen wir ebenso wenig wie das Jahr, in dem er seine Tätigkeit eingestellt hat.

Fragen also über Fragen. An möglichen Exponaten liegt MUSE-O im Moment nur ein schwer zu deutender Druckstock vor, der das Fabrikgebäude zeigen soll. Aber es muss es doch auch Geschäftskorrespondenz, Prospekte, Kataloge oder dergleichen geben. Vielleicht hat ja irgendwo sogar eine Kiste, am besten mit Herstellerprägung „Schick“ oder „Mayer“, überlebt.

Wer dem Museumsverein Informationen oder Objekte zur Ver­fügung stellen kann, wende sich bitte an den Kurator der Ausstellung, Ulrich Gohl, am besten per E-Mail über gohl@n.zgs.de.
Der Aufruf vom vergangenen Monat, in dem MUSE-O nach den Fleisch- und Konservenfabriken Fritz Wild (Neckarstr. 200/2) und Paul Schweikert (Rotenbergstr. 111) gefragt hatte, hat leider noch keinen Hinweis erbracht. Über die Maschinenfabrik Keese (Florianstr. 18/20), mit der sich ein früherer Aufruf befasst hat, wissen wir jetzt ein bisschen mehr; ein mögliches Ausstellungsobjekt ist allerdings nicht in Sicht.