Rückschau: Verkaufsoffener Sonntag und Martinimarkt im Osten

Über wackelige Brücken, Leitern und durch enge Tunnel: Schon beeindruckend, was ein Rettungshund kann. Die Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel Stuttgart gehörten zu den Höhepunkten des Martinimarkts und stießen auf großes Publikumsinteresse.

Über wackelige Brücken, Leitern und durch enge Tunnel: Schon beeindruckend, was ein Rettungshund kann. Die Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel Stuttgart gehörten zu den Höhepunkten des Martinimarkts und stießen auf großes Publikumsinteresse.

Wunderschönes Herbstwetter lockte beim Martinimarkt und verkaufsoffenen Sonntag die Stadtteilbewohner nach draußen. Auf der Straße und in den Geschäften herrschte reger Betrieb und unterm Strich waren alle zufrieden. Auch das Rahmenprogramm wurde rege wahrgenommen. Der HGV Gablenberg bedauert allerdings, dass auf der Wendeplatte am „Gablenberger Eck“ nicht alle angekündigten Programmpunkte stattfanden. Die Geschäftsleute in diesem Bereich hatten sich zusammengetan und Attraktionen organisiert, um auch diese Ecke zu beleben. Entgegen der Abmachung blieben aber die Anbieter von Karussell und Hüpfburg samt Süßwarenstand einfach fern. „Das hat viele Eltern und Kinder enttäuscht“, sagt Reiner Schünemann, einer der Organisatoren: „Wir bitten um Entschuldigung.“ (Fotos: aia)

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Neue Trinkwasserverordnung ist in Kraft

Rainer Brodbeck an einer Wasserentnahmestelle. (Foto: aia)

Rainer Brodbeck an einer Wasserentnahmestelle. (Foto: aia)

Jährlicher Blick in die Wasserleitung
Seit dem 1. November 2011 gilt die novellierte Bundes-Trinkwasserverordnung. Ihr Hauptziel ist, für einen besseren Schutz vor Legionellen zu sorgen. Die Betreiber von größeren Anlagen für die Wasseraufbereitung müssen künftig regelmäßig ihre Wasserqualität prüfen lassen. Aber wen genau betrifft das und wie soll es funktionieren? Rainer Brodbeck vom Sanitärfachgeschäft Brodbeck am Eck in der Gablenberger Hauptstraße 2 hat unsere Fragen beantwortet. Ihr Hausinstallateur kann Ihnen weiterhelfen, wenn Sie nicht wissen, ob Sie zu den Betroffenen gehören.

Was sind Legionellen?
Legionellen sind stäbchenförmige, bewegliche Bakterien, die im Wasser leben. Sie rufen unter anderem die sogenannte „Legionärskrankheit“ oder Legionellose hervor, eine Lungenentzündung, die lebensgefährlich verlaufen kann. Die Ansteckung erfolgt meistens über feinste Tröpfchen, die zum Beispiel beim Duschen oder durch eine Klimaanlage eingeatmet werden.

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Tipps für den Geschenkekauf

GlaskugelnWas schenke ich nur?

Plötzlich ist es wieder soweit: Weihnachten steht vor der Tür und längst nicht alle Geschenke sind besorgt.
Die Einzelhändler im Stuttgarter Osten haben einige Ideen auf Lager, vom wiederentdeckten Klassiker bis zur technischen Neuheit – für alle, die noch Inspiration suchen.

Ein individuelles Geschenk für wenig Geld, zum Bemalen, Bekleben oder mit Fotos versehen – bei den Bastelkalendern, die Schreibwaren Wenzel in der Haußmannstraße führt, kann die ganze Familie mitmachen. Eine schöne Beschäftigung in der Adventszeit und ein Geschenk, das garantiert ankommt, meint Patricia Wenzel.

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Tolle Stimmung beim WOVG-Weinfest

WOVG-Weinfest

Ein Prosit auf den neuen Jahrgang

Der Wein- und Obstbauverein Gablenberg feierte am 22. Oktober bereits sein siebtes Weinbergbewirtschaftungsjahr. Die Besucher des gut  gefüllten Saals der Bruder-Klaus-Gemeinde erlebten einen heiteren Abend. Zum Auftakt lud der Männerchor musikalisch zu einer Wanderung durch das Schwabenland ein.

Zur weiteren musikalischen Untermalung lud Klaus Seemüller auf seinem Akkordeon alle zum Mitsingen von traditionellen Volks- und Stimmungsliedern ein. Sigi und Manfred Müller trugen mit ihrem Sketch „der Theaterbesuch“ viel zum Gelingen des Abends bei. Für den schönen Blumenschmuck sorgte Margarethe Strauß, die dabei von der Friedhofsgärtnerei Krämer unterstützt wurde. Das zünftige Vesper, welches von der Metzgerei Buchert vorbereitet wurde, ergab eine gute Grundlage für so manches Gablenberger Viertele vom Jahrgang 2010. Der Riesling Kabinett 2010 und der Trollinger 2010 haben erneut viel Lob eingebracht.

Ulrich Eger führte durch die Veranstaltung, gab Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten im Wengert und bedankte sich abschließend für die tolle Leistung und das Engagement der Hobby-Wengerter des WOVG. Letztlich wurde über 800 Stunden in 2011 im Wengert gearbeitet. Der Ertrag mit 530 Liter Riesling und 500 Liter Trollinger ist eher durchschnittlich, jedoch die Oechslegrade beim Riesling mit 95 und beim Trollinger mit 85 Spitze!

Die Kummerecke

Vandalismus an der Villa Berg (1)Leserin Lisa Reschke war bei ihrem letzten Abstecher zur Villa Berg entsetzt über den Zustand des Gebäudes und seines Umfeldes. Sie hat einige Zerstörungen dokumentiert und der Redaktion ihre Fotos zur Verfügung gestellt. Wir drucken diesen Hinweis gerne ab. Wie es mit der Villa Berg und ihrem Park weitergeht, ist derzeit noch in der Schwebe. Bekannt ist, dass die Stadt mit interessierten Investoren verhandelt hat, die  die Studiogebäude und die Villa von der insolvent gegangenen Häussler Holding übernehmen würden. Dass sie bereits verkauft wurden, bestätigt die Stadtverwaltung aber nicht. Der Park der Villa Berg könnte Teil eines künftigen Sanierungsgebietes werden, wie wir in diesem Heft berichten.

Vandalismus an der Villa Berg (2)

Vandalismus an der Villa Berg (2)

Auch das Thema Postbriefkästen liegt Lisa Reschke am Herzen. Wer im Gebiet Klippeneckstraße (Plettenberg) wohnt, muss „runter in die Hornbergstraße oder jemanden suchen, der den Brief mitnimmt“, stellt sie fest. Auch Bezirksbeirat Jörg Trüdinger habe das Problem schon angesprochen – trotz Zusicherung der Post, einen Briefkasten anbringen zu wollen, sei nichts passiert.

Wenn auch Sie auf ein Ärgernis oder Problem im Stadtteil aufmerksam machen wollen, können Sie unserer Kummerecke nutzen. Schicken Sie Ihr Anliegen an redaktion@stadtteil-aktuell.de – bitte in ein paar Zeilen knapp und sachlich formuliert. Es werden ausschließlich Themen aufgegriffen, die sich direkt auf den Stadtbezirk Stuttgart-Ost beziehen, keine übergeordneten politischen Themen und keine persönlichen Angriffe. Die Redaktion behält sich vor, nicht alle Einsendungen zu veröffentlichen.

Niedergelegte Blumen wurden gestohlen

Gedenken an die umgekommenen Kriegsgefangenen

Am 20. November war in Deutschland Totengedenktag; viel Menschen sind auf die Friedhöfe gegangen, um Blumen und Kränze für ihre toten Angehörigen niederzulegen. Im Stuttgarter Osten wurde an diesem Tag aber nicht nur der eigenen Verstorbenen gedacht; eine Gruppe Bürger, die sich der Verantwortung der Nazi-Zeit noch bewusst ist, hat sich auf den Weg gemacht, um an einem Gedenkstein in der Ulmer Straße gegenüber der Haltesstelle Brendle Blumen niederzulegen. Unweit dieser Stelle nämlich war während des Zweiten Weltkriegs ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Über 1 700 sowjetische, belgische und französische Kriegsgefangene waren hier unter menschenunwürdigen Bedingungen interniert. Viele von ihnen wurden gezwungen, auf städtischen Baustellen für den Luftschutz zu schuften und nach den verheerenden Luftangriffen der Alliierten den Schutt der zerbombten Gebäude wegzuschaffen. Im Volksmund war abfällig vom so genannten „Russenlager“ die Rede. In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1943 tauchten wieder alliierte Bombergeschwader am Stuttgarter Himmel auf und warfen ihre tödliche Last auch über Gaisburg ab. Die Bomben trafen das Gefangenenlager, und in den Bunkern und Baracken kamen 434 Kriegsgefangene ums Leben.

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Was die Gablenberger Hauptstraße braucht

Verkehr in der Gablenberger HauptstraßeHGV-Vorsitzender Peter Metzler fordert konkrete Maßnahmen

Die Gablenberger Hauptstraße soll attraktiver werden, da sind sich alle einig. Aber ist ein „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“, wie ihn der Bezirksbeirat prüfen lassen will, der richtige Weg? Das glaubt Peter Metzler, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Gablenberg, nicht. Geprüft worden sei immer wieder: Jetzt wäre es Zeit, endlich da konkret anzusetzen, wo sich etwas machen lässt.

Ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich beinhaltet in der Regel, dass nur Tempo 20 gefahren wird. Gehwege und Fahrbahn bleiben aber – anders als zum Beispiel in einer Spielstraße – weiterhin klar getrennt.  „Tempo 20 halte ich für nicht machbar“, sagt Metzler: „Der Bus fährt nicht mit 20 durch.“ Am Veto des Verkehrsunternehmens SSB seien auch schon frühere Vorstöße für ein Tempolimit gescheitert, selbst in Straßen wie der Albert-Schäffle-Straße oder der Neuen Straße, wo aus Metzlers Sicht dringend gebremst werden müsste. Eine flächendeckende 40er-Zone würde er deshalb begrüßen, Tempo 20 hält er in der Gablenberger Hauptstraße für unrealistisch und eher schädlich.

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