Uns liegt nun das offizielle Programm zur langen Ostnacht 2010 vor. Die PDF-Datei kann hier herunter geladen werden:
Programm LON 2010
Wir freuen uns schon darauf mit Ihnen einen erlebnisreichen 24. Juli 2010 verbringen zu dürfen.
 Reger Zulauf beim Info-Abend im Gemeindesaal der Heilandskirche.
Die Villa Berg bröckelt
Die Villa Berg sanieren, den Park im Bereich der jetzigen SWR-Bebauung wieder begrünen: Das wünschen sich viele Bürger. Auch der Bezirksbeirat spricht sich bislang einstimmig für eine Renaturierung des Rundfunk-Geländes und gegen die von der Häussler-Gruppe geplante Wohnbebauung aus. Ohne Neubebauung wird allerdings die Sanierung der Villa unwahrscheinlich, weil kein Investor dafür da ist. Das machte der Vertreter von Häussler, Cemal Isin, bei einem Info-Abend der CDU Stuttgart Ost klar.
In der Stadt ist jedes Stück Grün kostbar und der Park der Villa wird von Joggern und Spaziergängern intensiv genutzt. Aber auch die Villa selbst liegt vielen Bürgern am Herzen. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut, steht unter Denkmalschutz und zeigt mittlerweile deutliche Zeichen des Verfalls. Die Stadt hat das Gebäude 2007 zusammen mit dem SWR-Gelände an die Häussler-Gruppe verkauft. „Nach unseren heutigen Schätzungen müsste der Aufwand allein für die Villa bei circa 15 Millionen Euro liegen“, sagt Cemal Isin vom Häussler Baumanagement. Sein Unternehmen wolle unter anderem die Fassade „im Urzustand wieder herstellen“, im Inneren ein Lifestyle-Restaurant und Tagungsräume einrichten sowie ein Café zum Park hin.
weiterlesen Diskussion zur Wohnbebauung im Park
 Diese Steinskulptur steht in einem öffentlich zugänglichen kleinen Park vor dem Eingang einer Bildungsstätte, der sie auch gehört. Wie heißt die Einrichtung, wie der Bildhauer?
Am Samstag, dem 29. Mai, eröffnet um 18 Uhr im Alten Gablenberger Schulhaus die große Muse-O-Ausstellung „Im öffentlichen Raum – Kunstwerke und Denkmäler im Stuttgarter Osten“. Zur Einstimmung zeigen wir hier vier kaum bekannte Objekte aus dieser Schau. Wer weiß, wo sie zu finden sind und was es mit ihnen auf sich hat? Die Auflösung erfolgt bei der Eröffnung!
weiterlesen Muse-O-Rätsel – Wer kennt sich aus?
 Mauersegler sind zunehmend auf künstliche Nistplätze angewiesen. (Foto: privat)
Live im Muse-O zu sehen
Die Mauersegler sind zurück, nachdem sie im vergangenen Herbst nach Afrika aufgebrochen sind, um dort zu überwintern. Rund 35 Zentimeter Spannweite messen sie bei einem Körpergewicht von etwa 40 Gramm. Fast das gesamte Leben der Tiere, die bis zu 20 Jahre alt werden können, spielt sich in der Luft ab: Sie fressen, schlafen und paaren sich im Fliegen. Die Vögel sind das ganze Jahr gesellig und leben zur Brutzeit gerne in Kolonien. Bei gutem Wetter kann man vorwiegend abends ihre artistischen Flugspiele beobachten, die zumeist von lauten Rufen begleitet werden.
weiterlesen Im Stadtteil nisten Mauersegler
 Gärtnerei Krämer: Georg Krämer auf der letzten Gärtnereifläche in Gablenberg. Foto: aia
Kein Platz für Blumen
Kinderspielplätze sind wichtig und Stuttgart-Ost hat nur wenige davon. Aber ist es sinnvoll, zwei Plätze praktisch in Sichtweite zueinander anzulegen? Das fragt sich Gärtnermeister Georg Krämer, der für einen neuen Spielplatz in der Libanonstraße seine Anbaufläche für Blumen verliert.
Seit mehr als 50 Jahren bebaut die Gärtnerei Krämer die Fläche zwischen Bussenstraße und Libanonstraße. Vor allem Friedhofspflanzen und sommerliche Schnittblumen wachsen hier in den Frühbeetkästen und auf der Ackerfläche. Sowas gibt es in Stuttgart-Ost, das früher einmal eine Gärtner-Hochburg war, kaum noch. Krämers haben das Grundstück schon gepachtet, als Senior Adolf Krämer, mittlerweile 71 Jahre alt, in die Lehre ging. Dass es nicht für die Ewigkeit war, wussten sie. Denn verkaufen wollte die Stadt nicht. „Mein Großvater hat das schon immer versucht“, sagt Adolf Krämers Sohn und Nachfolger Georg. Auch der Pachtvertrag wurde immer nur um ein Jahr verlängert. Das war für die Gärtnerei alles andere als ideal, aber Provisorien halten manchmal lange. „Ich kriege hier keine andere Fläche, das ist das Problem“, bedauert Georg Krämer, dessen Opa vieles versucht hat – er wollte unter anderem Grundstücke am Cannstatter Rain pachten, bekam aber dort keine Anbaugenehmigung.
weiterlesen Geplante Spielfläche Libanonstraße
 Ihre Redakteure Karin Ait Atmane und Ralph Winkle. Foto: Tamara
Liebe Leserinnen und Leser,
bei „Ihr Stadtteil aktuell“ ist einiges in Bewegung. Suse Stierle, die das Blatt in seiner heutigen Form maßgeblich aufgebaut und viele Jahre redaktionell geführt hat, hat die Redaktion auf eigenen Wunsch verlassen.
Neue verantwortliche Redakteurin ist ab dieser Ausgabe Karin Ait Atmane. Sie hat als freie Journalistin bereits 15 Jahre Erfahrung bei Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Magazinen gesammelt und freut sich darauf, den Stuttgarter Osten und seine Bewohner zu entdecken. Termine, Mitteilungen und Berichte schicken Sie künftig bitte an die E-Mail-Adresse redaktion@stadtteil-aktuell.de oder an die im Impressum genannten Kontaktdaten der Redaktion.
Das Gebiet Gablenberg wird weiterhin wie bisher von Ralph Winkle betreut – hier ändert sich also nichts.
Ein Kämpfer für den Stadtteil feiert runden Geburtstag
Am 12. Mai feierte Ewald Conzmann seinen neunzigsten Geburtstag. Der im Jahr 1920 als Sohn einer Stuttgarter Arbeiterfamilie Geborene wohnt seit vielen Jahren im Raitelsberg und hat sich für die Mieterschaft der SWSG ehrenamtlich eingesetzt. Im Februar 1975 gründete er die Mieterinitiative und wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt und setzt sich seitdem mit großem Engagement für die Interessen und Rechte der Mieter ein. Auf Antrag der Bezirksbeiratsfraktion CDU Stuttgart Ost wurde ihm im Sommer 2008 die Ehrenmünze der Stadt Stuttgart für sein verdienstvolles Wirken verliehen. Er hat alle Veränderungen mitgemacht, den Wandel der deutschen Arbeitersiedlung seit den sechziger Jahren zum multikulturellen Wohnquartier. „Ohne Ewald Conzmann wäre der SWSG-Mieterbeirat der ewig duldende, zahnlose Tiger. Mit ihm gibt es immerhin die kleine Chance, dass die Entscheidungen der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) nicht ganz widerspruchslos abgenickt werden“, heißt es in einem Leserbrief, der in der Stuttgarter Zeitung vom 1.3.2005 erschienen ist.
Auch mit 90 Jahren ist Ewald Conzmann nicht müde geworden, sich für den Stuttgarter Osten einzusetzen. Die Handels- und Gewerbevereine Ost und Gablenberg wünschen ihm dafür alles Gute. Win
|
|