„Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ – mit einem pfiffigen Claim, frechen Sprüchen und ungewöhnlichen Anzeigenmotiven will das Handwerk sein Image schärfen und sich neu positionieren. Die Kampagne, in die das Handwerk pro Jahr zehn Millionen Euro investiert, ist auf fünf Jahre angelegt und wurde von der Berliner Agentur Scholz & Friends entwickelt. Ziel der Offensive ist es, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks zu verdeutlichen und Jugendliche für eine Ausbildung dort zu begeistern.
„Diese Kampagne“, stellt Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle fest, „ist vermutlich das größte Projekt, das die Handwerksorganisationen je gemeinsam gestemmt haben und sie wird erfolgreich sein, weil alle Organisationen und auch die Betriebe mitziehen.“ Alle Handwerksbetriebe im Land sind als Botschafter des Handwerks mit Werbemitteln ausgestattet.
Im Fernsehen, Internet, Kino, auf Plakaten und mit Anzeigen zeigt die Branche Vielfalt und Bedeutung der handwerklichen Berufe auf. Der TV-Spot wird auf fast allen privaten Sendern zur besten Sendezeit und auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. Wie würde unsere Zivilisation aussehen, wenn sie ohne Handwerk auskommen müsste? Diese Frage stellte der Regie führende mehrfach ausgezeichnete Brite Peter Thwaites dabei in den Mittelpunkt. Thematisiert werden Größe, Innovationskraft, Vielfalt und Lebensnähe des Handwerks.
Ausgangspunkt der Kampagne war eine Forsa-Studie, die ergeben hatte, dass die Bevölkerung mit dem Begriff Handwerk nur einzelne Berufsbilder wie Tischler oder Maurer assoziiert. Viele haben ein völlig veraltetes Bild im Kopf und wissen nicht, dass das Handwerk unter seinem Dach mehr als 140 Ausbildungsberufe vereint. Gleichzeitig ist vor allem den jungen Menschen nicht bekannt, welchen Stellenwert Technik und Innovation im Handwerk haben. Die 129.000 Handwerksbetriebe in Baden Württemberg beschäftigen 750.000 Mitarbeiter, bilden 59.500 junge Menschen aus und erwirtschaften einen Umsatz von 69 Milliarden Euro. Möhrle: „Jugendliche sehen oft nicht, welche Chancen das Handwerk bietet und umgekehrt könnte den zu wenig bekannten handwerklichen Berufen schon bald der Nachwuchs fehlen.“
Wer mehr wissen will über das Handwerk und seine Kampagne, findet alle Informationen und natürlich den Spot auch im Internet unter http://www.handwerk.de. (Pressemeldung Handwerkskammer)